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Pionierarbeit gewürdigt

01.12.2008

Staatssekretär Krämer und Bürgermeister Rohrbach unterzeichnen Rahmenvertrag

Maintal (gro). - Ein lang gehegter Wunsch", wie sich Bürgermeister Erhard Rohrbach und Ursula Diez-König,Leiterin des Hessischen KinderTagespflegeBüros, ausdrückten, ging gestern mit der Unterzeichnung einer Rahmenvereinbarung zwischen der Stadt Maintal und dem Land Hessen in Erfüllung. Mit den Unterschriften wird nicht nur die Pionierarbeit. die in Maintal geleistet wird, gewürdigt, sondern eine positive Entwicklung langfristig gefordert.

"Der Ausbau der Tagespflege Hessen und ihre qualitative Weiterentwicklung ist entscheidend vom Hessischen KinderTagespflegeBüro vorangebracht worden. Es ist bundesweit einmalig", betonte der Staatssekretär im hessischen Sozialministerium, Gerd Krämer, gestern im Maintaler Rathaus. Zusammen mit Bürgermeister Erhard Rohrbach und Erstem Stadtrat Ralf Sachtleber unterzeichnete er eine Rahmenvereinbarung über die weitere Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kindertagespflege. "Ich kann verstehen, dass es wichtig für die Stadt Maintal ist, nicht nur wie bisher für ein Jahr, sondern für einen längeren Zeitraum abgesichert zu sein", erklärte Krämer. "Zuvor gab es eine Vereinbarung, die über ein Jahr lief, aber nicht in dieser Form, wie wir sie jetzt haben", erklärt Diez-König. Die neuen Rahmenbedingungen gelten für fünf Jahre und bedeuten eine größere Absicherung. Seit den 90er Jahren haben sich Land und Stadt immer wieder für die Tagespflege eingesetzt, mittlerweile kann man auf eine zufriedene Entwicklung zurückblicken. "Mit dem Tagespflegebüro hat das Land Hessen eine Institution geschaffen, die den gesellschaftlichen Auftrag vehement und engagiert umsetzt. Und deshalb ist es auch unser Ziel, die Kindertagespflege in Hessen konsequent weiter auszubauen", erklärte Krämer, der das Hessische KinderTagespflegeBüro als zuverlässigen und kompetenten Partner würdigt, dessen qualifizierte Arbeit im Landtag überparteilich anerkannt werde. Tagesmütter bieten eine individuelle, familienähnliche, flexible und passgenaue Form der Betreuung, die den Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert. "Hierdurch kann den Eltern und insbesondere den Frauen eine echte Wahlfreiheit ermöglicht werden", so Krämer. Bürgermeister Rohrbach bestätigte, dass auch in Maintal die Nachfrage nach freien Plätzen groß sei. "Viele Mütter wollen wieder zurück in den Beruf, als Kommune versuchen wir, Rahmenbedingungen zu schaffen, um Beruf und Familie zu vereinbaren. Die finanziellen Lasten teilen sich weiterhin Stadt und Land. Die Kosten für das Inventar übernimmt die Stadt Maintal, die Personalkosten das Land Hessen. In diesem Jahr wurden 155 000 Euro in das Projekt investiert. Auf sicheren finanziellen Standbeinen faut auch der Leiterin des Hessischen Kindertagespflegebüros, Ursula Diez-König, und ihren Kolleginnen das Arbeiten leichter. "Unser Ziel ist es, in Zukunft die Qualifizierungsangebote auszubauen", so Diez-König. Ihr geht es dabei natürlich auch um die landesweite Beratung.

Impulse kommen aus Hessen
Hessen liegt in Sachen Tagespflege bundesweit an der Spitze, darüber waren sich die Teilnehmer der Pressekonferenz im Maintaler Rathaus einig. Das sei eine Bestätigung für die Landesregierung, die in die Förderung von Tagesmüttern und- vätern eingestiegen sei und weiterhin für diese Form der Kinderbetreuung werbe. "Wir messen dem Ausbau der Tagespflege eine besondere Bedeutung bei, denn inzwischen sind ein Drittel aller Betreuungsplätze für unter Dreijährige bei Tagesmüttern und- vätern angesiedelt, erklärte der Staatssekretär. Laut Kinder Orderungsgesetz, das allerdings noch der Zustimmung des Bundesrates bedarf, sollen in Deutschland bis 2013 rund 750 000 neue Plätze in Kindertagesstätten und bei Tagesmüttern geschaffen werden. 30 Prozent davon sollen in der Tagespflege entstehen.

Weitere Informationen über das KinderTagespflegeBüro gibt es im Internet unter www.hktb.de

Quelle: Maintaler Tagesanzeiger 12.2008

Rahmenvereinbarung [1.13 MB ]

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